Die Isar


Die junge Isar bei Vorderriss

Woher die Isar kommt

Eigentlich ist sie eine Tirolerin – die Isar hat ihren Ursprung im Hinterautal. Verstärkt durch einige Quell- und Bachzuflüsse schlängelt sie sich weiter durchs Karwendel, Wettersteingebiet und den Isarwinkel. Hinter dem Sylvensteinspeicher, der die flussabwärts gelegenen Gebiete vor Hochwasser schützt, geht‘s nach der Loisachmündung Richtung Norden, in die Münchner Schotterebene. Dann weiter quer durch Niederbayern, nach Deggendorf. Nach 292 km mündet dort die grüne Isar in die blaue Donau.

Die lange Wanderung der Kiesel
In den Bergen finden sich an den Isarufern hauptsächlich Steine aus hellem Wettersteinkalk und Hauptdolomit.„Bunter“ wird es erst später, wenn die Strömung die Schotterausläufer erreicht, die aus vier Eiszeiten stammen. Gesteinsschichten, die die Gletscherzungen transportiert hatten, reichen manchmal bis 100m in die Tiefe. Die starke Strömung schafft mächtige alpine Gesteinsbrocken zu Kieseln zu glätten – und eine einzigartige Flusslandschaft.
Südlich von München bekommt man im Bereich der weiten Pupplinger Au und an den Hochufern des Isartals noch einen Eindruck, wie Naturgewalten die Region geformt haben.

Im Isartal bei Pullach

Münchens (Er-)Lebensader 
An den Isarstränden lagern sich die Kiesel während ihrer Reise ab, unser  städtischer Gebirgsfluss sorgt zuverlässig für Nachschub. Und manchmal hat die Kraft des Wassers den Steinen während ihrer Reise eine besondere Form gegeben: Isarherzen. Ihre Häufigkeit ist eine erstaunliche Besonderheit.
Die Renaturierung des Flussbetts hat der Isar viel von ihrer Ursprünglichkeit zurück gegeben. Die neue Fluss-Freiheit prägt das Münchner Lebensgefühl und auch das Stadtbild: Strände, Surfer, Grillen, Chillen, Schwimmen in der City.  Die Sommermonate mit Tausenden von Besuchern bedeuten eine große Belastung für die Auenlandschaft – und Verantwortung für uns alle.
Finde Dein Isarherz und Dein Herz für die Isar!

Sommerabend am Kabelsteg